geraderückerbrief 1 - Kapazität und Flexibilität im Nervensystem.
Wieso 1+1=3 ist und wir mehr Graustufen brauchen.
Schwarz und weiß.
Mehr scheint es heute nicht mehr zu geben. Entweder du gehörst dazu oder nicht. Grautöne? Zwischenräume? Miteinander reden? Fehlanzeige!
Zumindest sorgt das für Unruhe - für das ein müdes Lächeln genügen sollte.
1. Wer wir sind: Das Bio-Psycho-Soziale Modell.
Das Bio-Psycho-Soziale Modell schafft Versändnis darüber, welche Faktoren unser Leben beeinflussen. Das Nervensystem ist hierbei teil unserer Biologie. Aber auch die Hardware, auf der unsere Psyche läuft.
Unsere Biologie: Nervensystem. Immunsystem, Hormone, Ernährung, Schlaf.
Nerven sind übrigens wirklich hart wie eine Gitarrensaite: zumindest das, was wir davon spüren.
Biologie.


Nervensystem.


Wir haben die Unterscheidung zwischen zentral, also Gehirn und Rückenmark, und peripher, also der gesamte Rest.
Außerdem unterscheiden wir zwischen somatisch - bewusst steuerbar und autonom - unterbewusst.
Den autonomen Teil wiederum können wir aufteilen in Sympathikus und Parasympathikus. Fight und Flight oder Rest und Digest.
Das reicht uns schon fast an Verständnis, um einen Schritt in die Richtung Regulation zu machen.
Ein Nerv spielt beim Thema Regulation eine besondere Rolle. Der Vagusnerv. Den schauen wir uns einmal genauer an, denn er spielt für unser autonomes Nervensystem eine entscheidende Rolle:
3. Vagabund oder Bestimmt ins Unbekannte?
Unser Ruhenerv: Was macht ihn besonders?
Er durchstreift fast alle Organe und kein anderer der zwölf zentralen Hirnnerven innerviert so weit nach unten - bis ans Ende des Dünndarms. Daher stammt auch seine Namensgebung - vagabundieren (umherschweifen). Rund achtzig Prozent seiner Fasern sind afferent, dass bedeutet er beliefert das Gehirn mit Informationen über unseren Körper, nicht umgekehrt. Außerdem wird er mit dem Parasympathikus verbunden, dem für Rest & Digest verantwortlichen Teil unseres automonen Nervensystems. Etwa 75 Prozent der parasympathischen Aktivität sind mit dem Vagusnerv assoziiert. Wir bezeichnen ihn also zurecht, als unseren Ruhenerv.
Mitteilung und Bote.
Der Vagusnerv ist der Bote. Und es ist wichtig, dass das gut funktioniert.
Besonders in Krisenzeiten.
Wenn Krieg ist, willst du die richtigen Informationen haben.
Und dafür brauchst du Vagusaktivität. Oder anders formuliert:
Entspannung.
1.3. Du, dein Körper & Ich: Coregulation und Autoregulation.
Willst du dich regulieren, bedeutet das immer in Verbindung zu gehen. Mit dir und Anderen.
Dazu reicht ein pragmatisches ganz menschliches eher körperliches Wissen. Manche bezeichnen es als Intuition.
Es braucht aber auch Outuition.
Innen kennst du schon das meiste, oder zumindest mehr als jeder Andere.
Draußen findet das Leben statt.
Und dein Körper sagt dir freundlich wo du hingehen sollst, wenn du dich aufs Leben einlässt anstatt dich ständig und wieder zu fragen was in dir los ist.
Ständige Selbstbeobachtung ist eine Anleitung zum Unglücklichsein.
Das Ganze funktioniert aber auch hervorragend alleine. Zum Beispiel durch Amung oder Bewegung. Sauna. Zur Not auch die gute alte Eistonne.
2. Kapazität und Flexibilität.
2.1. Bewegung auf dem Spektrum.
Kurzfristiges Runterfahren: Durch Breathwork. Massage, Sauna, oder Meditation etc.
2.2. Bewegung des Spektrums.
Kapazität. Langfristig. Durch Ernährung, Training, generell Progression und Schlaf.
Atmung. Die Essenz der Qualität deiner Bewegung
22.000 mal am Tag hebt sich dein Diaphragma in Richtung Himmel indem es sich zusammenzieht und du atmest aus, in dem sich dieser Druck wieder löst.
Gesteuert vom Autonomen Teil. Trotzdem:
Wir können bewusst durch den Mund oder die Nase atmen.
Wir können bewusst schnell oder langsam atmen.
Wenn wir etwas 22.000 mal am Tag machen (unterbewusst) dann sollte klar sein:
Läuft dabei etwas schief - ist das suboptimal.
Egal in welcher Position.
Ein entspannender Schlussgedanke: Nur ein Spiegelei
Bevor wir für heute den Deckel drauf machen, noch eine Schlusswort zum Thema Ei.
Ein befreundeter Psychologe hat mir mal diese Modell gezeigt. Du bist nur das Eigelb auf dem Spiegelei in deiner Pfanne. Das Eigelb deine Bubble.
Wir beeinflussen viel weniger selbst als wir denken.
Im Vergleich zum Eiweiß bist du vielleich interessant.
Sicher auch für die Pfanne.
Für den Rest eher nicht.
Aber so oder so:
1+1=3.
Bist du mehr als die Summe deiner Teile.
Egal ob du dich mit dir. Oder mit Anderen verbindest.













Sehr cool!
Der Einsatz der postit Comics ist genial! Hab ich so auch noch nicht gesehen. 🎈
Vielleicht das nächstes Mal noch Diaphragma (Zwerchfell) - ist nicht jedem bekannt 😉
Freu mich auf den nächsten Teil! 🪷
liegt an mir😅 nicht an Dir, du machst das gut, wirklich. 😎